Dinder-Nationalpark, Nationalpark im östlichen Sudan.
Der Dinder-Nationalpark umfasst rund 10.291 km² beiderseits des saisonalen Dinder-Flusses, im Norden vom Rahad begrenzt, zwischen den Bundesstaaten Sennar, Blauer Nil und Gedaref sowie der äthiopischen Grenze. Drei Ökosysteme prägen ihn: Uferzone, Waldland und Mayas, alte Flussschlingen, die nach dem Trockenfallen Wasser halten. Dom-, Heglig- und Talh-Bäume säumen die Ufer, nahe Hügeln wie dem Jebel Abu al-Bashar und dem Jebel Majan.
Der Park wurde 1935 gegründet und 1979 in das Weltnetz der Biosphärenreservate aufgenommen, um seine vielfältigen Lebensräume zu schützen. Diese internationale Anerkennung hat dazu beigetragen, dass der Schutzstatus des Gebiets gestärkt und lange Zeit aufrechterhalten wurde.
Der Name Dinder stammt vom saisonalen Dinder-Fluss, dessen flaches, steil abfallendes Bett vom äthiopischen Hochland herabkommt; das arabische Wort maya bezeichnet die Tümpel, in denen nach den Fluten Wasser zurückbleibt, etwa Mayat Ras Amir und Mayat Mubarak. Der Zugang erfolgt über die Stadt Dinder, 93 km nordwestlich, und die Regenzeit von Juli bis November speist diese Tümpel.
Der Park liegt etwa 400 Kilometer südöstlich von Khartum und erfordert eine Genehmigung zur Besichtigung sowie die Mitnahme eigener Vorräte. Die Infrastruktur vor Ort ist begrenzt, daher sollten Besucher gut vorbereitet anreisen.
Dinder liegt am Ökoton zwischen Sahel und äthiopischem Hochland, und seine saisonalen Flüsse speisen flache Tümpel, die Mayas genannt werden, etwa Maya Ras Amir und Maya Mubarak. Diese Altwasserseen halten das Wasser durch die Trockenmonate und ziehen Löwen, Strauße und Zugvögel an. Zählungen zwischen 1971 und 2001 zeigten starke Rückgänge: Wasserbock um 85 %, Riedbock um 72 %.
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