Ghaba, Neolithischer Friedhof in der Shendi-Region, Sudan.
Ghaba ist eine prähistorische Grabstätte im Tal des Nils, etwa 330 dokumentierte Bestattungen stehen auf erhöhtem Gelände. Der Fundort enthält zahlreiche Keramikgefäße, Schmuckstücke aus Stein und Knochen von damaligen Menschen, die Aufschluss über das Leben in dieser alten Zeit geben.
Die Stätte wurde 1977 von französischen Archäologen entdeckt und zwischen 1980 und 1986 systematisch ausgegraben. Die Grabungen legten mehrere hundert Gräber aus der jungsteinzeitlichen Zeit frei.
Die Grabstätte zeigt Spuren eigener Bestattungsrituale: Keramikgefäße, Steinanhänger und Malachitschmuck liegen zusammen mit den Skeletten. Diese Gegenstände verraten viel über das tägliche Leben und die Glaubensvorstellungen der Menschen, die hier vor Jahrtausenden lebten.
Der Ort liegt auf erhöhtem Gelände im Nildelta-Gebiet und ist über geführte Besuche mit entsprechenden Genehmigungen zugänglich. Besucher sollten robustes Schuhwerk tragen und sich auf hügeliges Terrain mit archäologischen Grabhügeln einstellen.
Analysen von Pflanzenstoffen aus den Gräbern zeigen, dass Menschen hier früh begannen, Getreide anzubauen. Diese Funde ändern unser Verständnis davon, wie Landwirtschaft in Nordostafrika entstand.
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