Karesuando, Siedlung in der schwedischen Gemeinde Kiruna
Karesuando ist das nördlichste Dorf Schwedens und liegt am Muonio-Fluss, der die Grenze zu Finnland bildet. Das Dorf ist klein mit etwa 270 Einwohnern, umgeben von Nadelwäldern, einfachen Holzhäusern und einer Holzkirche, die Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde.
Die erste schwedische Siedlung wurde 1670 gegründet, als ein Mann namens Måns Mårtensson Karesuando Land von den Sami kaufte und die ersten Häuser baute. Der Grenzverlauf von 1809 zwischen Schweden und Russland trennte das Land entlang des Muonio-Flusses und spaltete die samischen Wandergebiete auf.
Karesuando zeigt eine Mischung aus samischer, schwedischer und finnischer Kultur, die im täglichen Leben sichtbar ist. Traditionelle samische Handwerkstechniken wie Messerherstellung und Joik-Gesang werden in der Gemeinschaft gepflegt, besonders bei lokalen Festen und Versammlungen.
Das Dorf ist über die Europäische Route E45 und die schwedische Straße 99 erreichbar, die es von Süden her durchqueren. Der Ort hat kleine Hotels, Hostels und grundlegende Dienstleistungen, wobei die Infrastruktur minimal ist und der Zugang zu Aktivitäten wie Schneeschuhwandern und Rentiertouren von lokalen Führern abhängt.
Das Dorf wird von der Mitternachtssonne im Sommer beleuchtet, wenn die Sonne etwa zwei Monate lang nicht untergeht. Im Winter erleben Bewohner und Besucher dagegen 30 Tage Polarnacht, in denen die Sonne nicht aufgeht.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.