Jämtland, Historische Provinz in Mittelschweden
Jämtland ist eine historische Provinz in Mittelschweden, die sich über Berge, ausgedehnte Wälder und zahlreiche Seen erstreckt, darunter Storsjön, eines der größten Binnengewässer des Landes. Die Landschaft wechselt zwischen waldreichen Tälern im Osten und kahlen Hochgebirgszügen im Westen, die an Norwegen grenzen.
Die Provinz funktionierte zunächst als unabhängiges Gebiet mit eigenen Gesetzen und gelangte 1178 unter norwegische Herrschaft, nachdem sie sich der Krone unterworfen hatte. Schweden übernahm die Kontrolle im Jahr 1645 durch den Frieden von Brömsebro, der die Grenze dauerhaft festlegte.
Der Name leitet sich vom altnordischen "Jamti" ab, was vermutlich "flaches Land am Wasser" bedeutet und die Lage zwischen Bergen und Seen widerspiegelt. Bauernhöfe prägen bis heute das Landschaftsbild, und viele Familien bewirtschaften ihre Höfe seit Generationen nach überlieferten Methoden.
Östersund dient als Hauptverkehrsknotenpunkt mit Bahnverbindungen und Straßenanbindungen nach Osten und Westen über die Europastraße E14. Die Provinz erstreckt sich über weite Entfernungen, daher sollten Reisende genügend Zeit für Transfers zwischen Orten einplanen.
Rinder und Ziegen werden im Sommer noch zu höher gelegenen Weiden getrieben, wo sie auf Almen grasen, bis die Temperaturen im Herbst wieder sinken. Diese traditionelle Praxis prägt den jahreszeitlichen Rhythmus vieler Höfe und hilft, die Vegetation im Tal zu schonen.
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