Tuolpagorni, Berggipfel in Norrbotten, Schweden
Tolpagorni ist ein 1.672 Meter hoher Gipfel im Kebnekaise-Massiv in der Gemeinde Kiruna mit einer runden, kraterähnlichen Vertiefung kurz unter dem Gipfel. Die Vertiefung entstand wahrscheinlich durch einen Nischengletscher; im Frühjahr sammelt sich Schmelzwasser darin und fließt über den Rand ins Tal. Östlich des Berges fließt der Kittelbäcken hinab und vereinigt sich mit dem Láddjujohka.
Tolpagorni war bereits auf einer Karte von 1832 verzeichnet. Damals glaubten Kartographen, der höchste statt der auffälligste Berg sei markiert worden, weshalb Schwedens höchster Gipfel den Namen Kebnekaise erhielt und für Tolpagorni ein neuer Name geschaffen wurde. Ursprünglich hieß der Berg im Lulesamischen Giebnnegájsse, was „Kesselgipfel“ bedeutet.
Der Name kommt aus dem Samischen: duolba, „Kessel“, und gorni, „Gipfel“, nach der kraterartigen Mulde knapp unter dem Gipfel. Lulesamisch hieß der Berg zuerst Giebnnegájsse, „Kesselgipfel“. Tolpagorni im Schwedischen und Duolbagorni im Nordsamischen sind derselbe Name in verschiedener Schreibweise.
Der Gipfel wird von Norden über den Västra Leden durch das Tal Kittelbäcken erreicht, dann links Richtung Vieranvarri; der steile Geröllweg ist mit roten Punkten auf Steinen markiert. Die letzten 200 Höhenmeter führen weglos über Geröll, die eigene Route muss man selbst suchen. Die der Kebnekaise-Fjällstation zugewandte Felswand ist nur auf Kletterrouten zu durchsteigen.
Die kraterförmige Mulde knapp unter dem Gipfel ist nicht vulkanischen Ursprungs, sondern wurde vermutlich von einem Nischengletscher geformt. Im Frühjahr sammelt sich Schmelzwasser in einem kleinen See am Grund und läuft über den Rand ins Tal ab.
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