Rojava, Autonome Region im Nordosten Syriens.
Die Demokratische Autonome Administration Nord- und Ostsyriens ist ein selbstverwaltetes Gebiet im Nordosten Syriens, das sich entlang der Flussläufe von Tigris und Euphrat über Ebenen, Hügel und Bergketten erstreckt. Die Region umfasst mehrere Kantone und Distrikte, in denen ländliche Dörfer und kleine Städte in trockener Landschaft liegen.
Im Juli 2018 bildeten Vertreter unterschiedlicher Gemeinschaften auf der dritten Konferenz des Syrischen Demokratischen Rates in al-Tabqa diese Verwaltungsstruktur. Sie entstand während des syrischen Krieges, als lokale Gruppen die Kontrolle über Gebiete im Nordosten übernahmen und einen eigenen Aufbau wagten.
In den Städten und Dörfern hört man Kurdisch, Arabisch, Syrisch-Aramäisch und andere Sprachen im Alltag nebeneinander gesprochen. Märkte, Feste und religiöse Feiern zeigen die Gewohnheiten der verschiedenen Gemeinschaften, die seit Generationen hier leben und ihre Bräuche weiterpflegen.
Wer das Gebiet bereist, merkt schnell, dass lokale Verwaltungen in den einzelnen Kantonen unterschiedlich funktionieren und Entscheidungen oft auf Bezirksebene getroffen werden. Unterwegs ist es hilfreich, sich vorher über Grenzübergänge, Straßenzustand und lokale Vorschriften zu informieren, da diese sich ändern können.
Trotz schwieriger Bedingungen betreibt die Region eigene Gesundheitsdienste, die vom Kurdischen Roten Halbmond und internationalen Organisationen unterstützt werden. Diese Einrichtungen behandeln Einheimische und bieten Versorgung in abgelegenen Gebieten, wo sonst kaum medizinische Hilfe zu finden ist.
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