Jerf el Ahmar, Neolithische Stätte im Gouvernement Aleppo, Syrien.
Jerf al-Ahmar ist eine neolithische Ausgrabungsstätte in der Gouvernement Aleppo mit über 40 erhaltenen Häusern, die die bauliche Entwicklung von runden zu rechteckigen Strukturen über mehr als 11.000 Jahre zeigen. Die Überreste zeigen mehrere übereinander gebaute Siedlungen aus verschiedenen Epochen.
Die Siedlung entstand zwischen 9600 und 8500 v. Chr. und wurde mehrmals neu aufgebaut, bis sie 1999 unter dem Assadsee verschwand. Das Staudammproject änderte das Schicksal dieses archäologisch wertvollen Ortes unwiederbringlich.
Die Funde zeigen frühe Gemeinschaften, die Getreide anbauten und in Gebäuden mit Sitzbänken zusammenkamen. Diese Entdeckungen geben Einblick in das tägliche Leben der ersten Bauern.
Das Gelände liegt vollständig unter dem Assadsee versunken und ist für Besucher nicht zugänglich. Wer sich für die Geschichte interessiert, findet Informationen in nahegelegenen Museen, die Funde aus der Grabung ausstellen.
An diesem Ort wurden Tontafeln gefunden, die Symbole tragen, welche fünftausend Jahre älter sind als die ersten geschriebenen Sprachen. Diese Markierungen gehören zu den frühesten bekannten Versuchen, Gedanken aufzuzeichnen.
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