Serjilla, Byzantinische archäologische Stätte im Gouvernement Idlib, Syrien.
Serjilla ist eine byzantinische Siedlung auf einem bergigen Gelände mit erhaltenen Wohnhäusern, einer Basilika, Badeanlagen und Ölpressen. Die Gebäude verteilen sich über ein großes Areal und zeigen die typische Architektur mit Steinstrukturen und teilweise noch vorhandenen oberen Geschossen.
Die Siedlung wurde 473 n. Chr. gegründet und entwickelte sich zu einem wichtigen landwirtschaftlichen Zentrum, das die Städte Antiochien und Apamea mit Getreide, Trauben, Oliven und Wein versorgte. Diese wirtschaftliche Rolle machte Serjilla zu einem wohlhabenden Ort während der byzantinischen Zeit.
Die zweistöckigen Villen mit ihren vielen Zimmern zeigen, wie erweiterte Familien hier zusammenlebten und ihren Alltag gestalteten. Man sieht in der Anordnung der Räume, wie wichtig Familie und Gemeinschaft für die Bewohner waren.
Das Gelände liegt in bergigem Terrain mit Höhenunterschieden, so dass bequeme Schuhe und etwas Zeit zum Erkunden notwendig sind. Die Überreste sind aus Stein erbaut und teilweise einsturzgefährdet, weshalb Vorsicht beim Betreten der Gebäude geboten ist.
Die Siedlung verfügte über einen Andron, einen speziellen Versammlungsraum für Männer, der Einblicke in die soziale Ordnung und Treffpunkte der Bewohner gibt. Dieser Raum war ein wichtiger Teil des öffentlichen Lebens in der byzantinischen Gemeinschaft.
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