Gouvernement Idlib, Verwaltungsregion im Nordwesten Syriens
Idlib ist ein Verwaltungsgebiet im Nordwesten Syriens, das zwischen der Türkei, Aleppo, Hama und Latakia liegt und Berge im Westen sowie Wüstengebiete im Osten umfasst. Die Region erstreckt sich auf mehr als 6000 Quadratkilometern (über 2300 Quadratmeilen) und bildet eine administrative Einheit, die seit 1957 separat verwaltet wird.
Die Region löste sich 1957 unter Präsident Shukri al-Quwatli vom Gouvernorat Aleppo ab und erhielt ihren eigenen Verwaltungsstatus. Diese Entscheidung markierte eine wichtige Umstrukturierung der syrischen Gebietsgliederung und verlieh dem Gebiet eine eigenständige administrative Identität.
Die Region verwendet seit Juni 2020 offiziell die türkische Lira für alle täglichen Einkäufe, Märkte und Geschäfte anstelle des syrischen Pfunds. Diese Veränderung prägt den Alltag und zeigt sich an jedem Geldautomaten, jedem Ladenpreis und in jedem Portemonnaie der Bewohner.
Die Grenzübergänge mit der Türkei im Norden bieten die wichtigsten Verbindungen zur Region, während die Straßen innerhalb des Gebiets vor allem durch gebirgiges Gelände im Westen verlaufen. Besucher sollten sich bewusst sein, dass die Infrastruktur je nach Gebiet stark variiert.
Der Grenzübergang Bab Al-Hawa war von 2014 bis Juli 2023 der einzige von den Vereinten Nationen genehmigte Eingangspunkt für humanitäre Hilfe aus der Türkei nach Syrien. Durch diesen Übergang passierten täglich Dutzende Lastwagen mit medizinischen Gütern, Nahrungsmitteln und anderen lebenswichtigen Materialien, die für Millionen Menschen bestimmt waren.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.