Dibsi Faraj, Archäologischer Tell im Gouvernement Aleppo, Syrien
Dibsi Faraj ist ein archäologischer Hügel in der Provinz Aleppo, der sich über mehrere Quadratkilometer erstreckt und die Reste einer mehrschichtigen Siedlung aus verschiedenen historischen Perioden enthält. Die Ausgrabungen brachten Grundmauern von Häusern, Teile von Befestigungen und wichtige öffentliche Gebäude ans Licht.
Die Siedlung war während der römischen und byzantinischen Zeit ein urbanes Zentrum und behielt ihre Bedeutung auch in der frühen islamischen Periode. Archäologen der Universität Michigan und des Dumbarton Oaks Centers dokumentierten die Schichten zwischen den frühen 1970er Jahren.
Die Ruinen zeigen die Überreste einer frühen städtischen Gemeinschaft mit Spuren von religiösen Gebäuden, öffentlichen Bereichen und militärischen Strukturen, die zusammen ein Bild vom täglichen Leben verschiedener Epochen zeichnen.
Das Gelände ist heute unter dem Stausee Assad verborgen, das durch die Errichtung des Tabqa-Staudamms entstanden ist und einen Besuch unmöglich macht. Wer die Geschichte der Region erforschen möchte, findet Informationen in Museen und wissenschaftlichen Publikationen, die die Erkenntnisse aus den Ausgrabungen präsentieren.
Die Siedlung war unter mehreren Namen bekannt, je nachdem welche Macht sie kontrollierte: erst Athis unter den Römern, später Neocaesarea zur byzantinischen Zeit, und schließlich Qasrin während der frühen islamischen Herrschaft. Diese Namenswechsel spiegeln die wechselnden kulturellen und politischen Einflusssphären wider, unter denen die Bevölkerung lebte.
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