Kastamonu, Provinzhauptstadt in der Nordtürkei
Kastamonu liegt auf 904 Metern Höhe in einem weiten Becken südlich des Schwarzen Meeres, umgeben von bewaldeten Hügeln und durchzogen vom Fluss Gök. Die Stadt erstreckt sich von der alten Festung auf dem Hügel bis hinunter zu den modernen Vierteln, die sich entlang der Täler ziehen.
Die byzantinische Festungsstadt wurde im 12. Jahrhundert zu einem muslimischen Fürstentum, bevor sie 1393 ins Osmanische Reich eingegliedert wurde. Unter osmanischer Herrschaft wuchs sie zu einem regionalen Handelszentrum zwischen Anatolien und der Schwarzmeerküste heran.
Der überdachte Basar stammt aus osmanischer Zeit und bleibt ein lebendiges Handelszentrum, in dem Handwerker Kupferwaren und Lederwaren nach überlieferten Techniken herstellen. Besucher sehen hier, wie Kaufleute und Einheimische zwischen den Ständen verhandeln und das Marktleben den Rhythmus der Altstadt bestimmt.
Die Stadt ist über Überlandstraßen von den größeren türkischen Städten aus erreichbar, und ein Regionalflughafen bietet zusätzliche Verbindungen. Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, während die modernen Viertel mit lokalen Bussen erreichbar sind.
Mustafa Kemal Atatürk wählte diese Stadt 1925 als Schauplatz für die Einführung der Kleiderreform, bei der er öffentlich den westlichen Hut trug und die Abschaffung des Fes verkündete. Diese Geste markierte einen entscheidenden Moment in der Modernisierung der Türkei und gab der Stadt eine symbolische Rolle in der Geschichte des Landes.
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