Galataturm, Mittelalterlicher Steinturm in Beyoğlu, Türkei.
Der Galata-Turm ist ein mittelalterliches Bauwerk aus Stein in Beyoğlu, das aus neun Stockwerken besteht und eine Aussichtsplattform nahe der Spitze bietet. Die zylindrische Struktur wird von einem konischen Dach aus Blei gekrönt, das nach einer Restaurierung im 19. Jahrhundert hinzugefügt wurde.
Genueser Siedler errichteten die Anlage 1348 als Christea Turris, um die Handelskolonie zu überwachen und vor Angriffen zu schützen. Nach der osmanischen Eroberung 1453 diente sie als Wachturm zur Brandbeobachtung und später kurzzeitig als Gefängnis.
Der Name leitet sich von dem genuesischen Wort "galat" ab, was Hang bedeutet und sich auf die Lage des Turms am Abhang des Hügels bezieht. Heute besuchen Einheimische den Turm oft abends, um den Sonnenuntergang über der Stadt zu beobachten oder im Restaurant zu speisen.
Ein Aufzug bringt Besucher bis nahe der Aussichtsplattform, von wo aus man die Altstadt und beide Ufer des Bosporus sehen kann. Die oberen Stockwerke zeigen Ausstellungen zur Geschichte der Stadt und der Rolle des Turms über die Jahrhunderte.
Im Jahr 1632 soll der osmanische Flugpionier Hezarfen Ahmed Çelebi mit künstlichen Flügeln von der Spitze aus über den Bosporus bis zur asiatischen Seite geflogen sein. Diese Legende wird in vielen historischen Quellen erwähnt und bleibt bis heute Teil der lokalen Erzählungen über den Turm.
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