Arap Camii, Mittelalterliche Moschee in Karaköy, Türkei
Das Gebetshaus steht in Karaköy, unweit des Goldenen Horns, und zeigt drei Schiffe mit spitzbogigen Fenstern und Gewölben, die an italienische Baukunst erinnern. Der ehemalige Glockenturm dient heute als schlankes Minarett und prägt das Straßenbild zwischen den Hafengebäuden.
Dominikaner errichteten das Gebäude 1325 als Kirche San Domenico, die dem Orden als Stützpunkt im Genueser Viertel diente. Mehmed II. übernahm die Kirche nach der Eroberung Konstantinopels und wandelte sie zwischen 1475 und 1478 in eine Moschee um.
Der Name bezieht sich auf die maurischen Flüchtlinge, die Ende des 15. Jahrhunderts aus Spanien hier ankamen und diesen Ort als Haus des Gebets erhielten. Beim Betreten fällt auf, wie die Bögen und Fenster noch an eine lateinische Kirche erinnern, während Teppiche und Gebetsnischen den islamischen Alltag prägen.
Das Gebetshaus liegt wenige Gehminuten vom Ufer des Goldenen Horns entfernt und öffnet täglich von 9 bis 18 Uhr, außer während der fünf täglichen Gebetszeiten. Am besten besucht man den Ort außerhalb der Hauptgebetszeiten, um Ruhe zum Betrachten der Architektur zu finden.
Das Gebäude ist das einzige mittelalterliche gotische Gotteshaus in Istanbul und verbindet italienische Kirchenformen mit osmanischer Gebetsarchitektur. Noch heute erkennt man an den Pfeilern und Kreuzgewölben die Handschrift der genuesischen Baumeister, die vor sieben Jahrhunderten aus Norditalien kamen.
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