Mardin, Antike Stadt auf Kalksteinplateaus in der südöstlichen Türkei.
Mardin ist eine Stadt auf den südlichen Hängen eines Kalksteinplateaus im Südosten der Türkei, die sich auf etwa 1.083 Meter Höhe über der mesopotamischen Ebene erhebt. Die Steingebäude bilden Terrassen entlang des Berghangs und schaffen so ein abgestuftes Stadtbild, das sich über die Flanke des Hügels erstreckt.
Die Römer errichteten hier eine Zitadelle, die Ende des 11. Jahrhunderts von den Seldschuken erobert wurde. Sultan Selim I. gliederte die Festung 1516 in das Osmanische Reich ein und machte sie zu einem Verwaltungszentrum der Region.
Die Große Moschee und die Sultan-Isa-Medrese zeigen islamische Architektur aus der Zeit der Artuqiden, während mehrere Kirchen die christliche Präsenz in der Region dokumentieren. Handwerker arbeiten noch heute mit Kalkstein und formen damit Fassaden und Verzierungen nach Traditionen, die seit Jahrhunderten weitergegeben werden.
Eine Eisenbahnstrecke verbindet den Ort mit der Linie Istanbul-Bagdad, und Straßen führen nach Gaziantep und zu weiteren Handelszentren in der Region. Der Anstieg durch die alten Gassen erfordert gutes Schuhwerk, da viele Wege aus unebenen Steinstufen bestehen.
Steinmetze bewahren Methoden aus der Artuqiden-Zeit und schaffen heute noch aufwendige Muster auf Kalkstein, die an Gebäuden der Altstadt sichtbar werden. Die Fassaden vieler alter Häuser tragen diese feinen Reliefs, die bei Sonnenlicht besonders deutlich hervortreten.
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