Niğde, Verwaltungszentrum in Zentralanatolien, Türkei
Niğde liegt unter einem Burghügel auf 1229 Metern Höhe und erstreckt sich über fruchtbare Ebenen zwischen dem Taurus und den Melendiz-Bergen. Die Stadt ist ringsum von Bergketten umgeben, die das Landschaftsbild prägen.
Der Ort war ursprünglich als Nakida bekannt und erscheint in Hethiter-Texten, bevor er sich später zu einer bedeutenden Stadt im Sultanat von Rum entwickelte. Die Seljuk-Zeit prägte die politische und kulturelle Entwicklung der Siedlung grundlegend.
Die Moschee des Sungur Bey verbindet Seljuk- und Gotik-Elemente miteinander, während die Alaaddin-Moschee aufwendig gemeißelte Steinverzierungen aufweist. Beide Bauwerke zeigen, wie religiöse Orte hier über Jahrhunderte hinweg gestaltet wurden.
Die Stadt konzentriert sich auf Landwirtschaft mit großen Anbaugebieten für Kartoffeln, Zwiebeln und Obst, unterstützt durch moderne Bewässerungssysteme. Ein Anschluss zum türkischen Eisenbahnnetz erleichtert die Erreichbarkeit und den Warenaustausch.
Die Ak Madrasah wurde 1409 als religiöse Schule gegründet und dient heute als Regionalmuseum mit archäologischen Funden aus verschiedenen Epochen. Besucher entdecken dort Objekte, die die lange Siedlungsgeschichte des Ortes dokumentieren.
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