Köşk Höyük, Archäologische Stätte in Kemerhisar, Türkei.
Köşk Höyük ist eine Ausgrabungsstätte in der Nähe von Kemerhisar, die Reste mehrerer Siedlungsperioden zeigt, überlagert in bis zu 6 Meter tiefe Schichten. An dem Ort wurden Wohnräume, Werkstätten und verschiedene Artefakte freigelegt, die das alltägliche Leben seiner früheren Bewohner widerspiegeln.
Die Siedlung entstand um 6300 v.Chr. in der Jungsteinzeit und bestand bis etwa 4750 v.Chr., wobei die Chronologie verschiedene menschliche Besiedlungsphasen umfasst. Der Übergang zur kupferverarbeitenden Tätigkeit markiert den Übergang zu späteren technologischen Innovationen in der Region.
Die Schädel mit aufgetragener Tonschicht, die hier gefunden wurden, zeigen eine der frühesten Formen der Schädelmodifikation in Anatolien. Diese Praxis war Teil der sozialen Gewohnheiten und religiösen Überzeugungen der damaligen Bevölkerung.
Die meisten Artefakte und Rekonstruktionen von Wohnräumen sind im Archäologischen Museum von Niğde zu sehen, wo Sie einen besseren Überblick über die Funde erhalten. Der eigentliche Ausgrabungsort selbst ist weniger leicht zugänglich, daher ist ein Besuch des Museums der praktischere Weg, um das Material zu erforschen.
An der Stätte wurde eine alte Kupferwerkstatt mit einem Schmelzofen entdeckt, die belegt, dass die Bronzeverarbeitung in dieser Region deutlich früher begann als vielerorts anderswo. Diese Werkstatt zeigt, dass technologische Fortschritte wie die Metallverarbeitung hier während des Chalkolithikums bereits etabliert waren.
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