Unterirdische Stadt, Unterirdische Stadt in Nevşehir, Türkei.
Kaymaklı ist eine achtgeschossige unterirdische Siedlung, die in Vulkanstein gehauen ist und miteinander verbundene Tunnel, Lüftungsschächte, Brunnen, Lagerbereiche und Wohnräume enthält. Die gesamte Anlage zeigt eine sorgfältig geplante Struktur mit engen Gängen und abgegrenzten Funktionsbereichen.
Die Anlage entstand im 8. Jahrhundert v. Chr. durch die Phryger und wurde während der byzantinischen Zeit erweitert, als der Schutz vor arabischen Invasionen zwischen 780 und 1180 n. Chr. notwendig wurde. Die mehrschichtige Entwicklung zeigt, wie verschiedene Perioden ihre Spuren in der Struktur hinterließen.
Die unterirdische Stadt enthält spezialisierte Bereiche für religiöse Praktiken, darunter Kirchen mit Steintüren, die den starken christlichen Einfluss zeigen. Diese Räume waren Orte der Zusammenkunft und des Glaubens für die Menschen, die hier lebten.
Der Zugang ist auf vier Ebenen begrenzt und erfolgt über drei Haupteingänge mit unterschiedlichen Öffnungszeiten je nach Jahreszeit. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da es enge Durchgänge und Stufen gibt, und die Temperatur unter der Erde deutlich kühler ist.
Große Steinbolzen an den Eingängen und Ausgängen ermöglichten es den Bewohnern, sich von außen zu versperren und Eindringlinge abzuwehren. Diese einfache aber wirksame Sicherheitsmaßnahme zeigt, wie durchdacht die Verteidigungs-Konstruktion war.
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