Siebenschläfer-Coemeterium, Byzantinische Nekropole nahe Ephesus, Türkei
Das Seven Sleepers Cemetery ist eine Höhlenanlage mit mehrstöckigen in Felsen gehauenen Grabkammern, die um eine zentrale Kirche angeordnet sind. Die Wände zeigen antike Inschriften und Steinbögen, die die Struktur der Grabstätten prägen.
Nach Überlieferung suchten während der Christenverfolgung um 250 n.Chr. sieben junge Männer in dieser Höhle Zuflucht und fielen in einen tiefem Schlaf. Der Ort wurde über Jahrhunderte als Begräbnisstätte genutzt und entwickelte sich zu einem religiösen Pilgerziel.
Der Ort ist in christlichen und islamischen Traditionen verwurzelt und wird von beiden Religionen als heilig verehrt. Die Geschichte der sieben Schläfer findet sich in religiösen Texten beider Glaubensrichtungen und prägt bis heute das Verständnis dieses Ortes.
Der Zugang zur Anlage erfolgt über einen kurzen Fußweg durch die hügelige Landschaft südlich von Selçuk. Es ist ratsam, bequeme Schuhe und ausreichend Wasser mitzubringen, da die Wege im Sommer sehr heiß sein können.
Bei Ausgrabungen wurden Hunderte von Tonlampen aus dem 5. und 6. Jahrhundert gefunden, die zeigen, dass der Ort über längere Zeit hinweg für religiöse Zeremonien und Bestattungen genutzt wurde. Diese Lampen deuten darauf hin, dass Pilger und Gläubige regelmäßig zur Verehrung an diesen heiligen Ort kamen.
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