Hierapolis, Archäologische Stätte in Pamukkale, Türkei.
Hierapolis ist eine antike Stätte in Pamukkale in der türkischen Provinz Denizli, die sich über eine große Fläche erstreckt und Theater, Tempel und ein ausgedehntes Gräberfeld umfasst. Die Kolonnaden säumen die Hauptstraße, die vom Nordtor zu den römischen Thermen führt und später zur Basilika und zum Nymphäum abzweigt.
Die Stadt entstand im zweiten vorchristlichen Jahrhundert unter den Seleukiden als Kurort mit Thermalquellen. Später wuchs sie unter römischer Herrschaft zu einem wohlhabenden Zentrum mit Wollhandel und christlichen Gemeinden heran, bis Erdbeben sie mehrfach zerstörten.
Der Name stammt von Hiera, der Frau des Gründers Telephos, und verweist auf den heiligen Charakter des Ortes. Die heißen Quellen zogen Pilger und Kranke an, die im antiken Becken badeten und Genesung suchten.
Der Zugang erfolgt durch das Nordtor, von wo aus man die Hauptstraße entlanggeht, um das Theater und die Thermen zu erreichen. Bei warmem Wetter sollte man Kopfbedeckung und Wasser mitbringen, da Schatten auf dem Gelände begrenzt ist.
Das Gräberfeld zählt mehr als tausend Grabstätten verschiedener Bauweisen, darunter Sarkophage und Tumuli. Eines der Gräber zeigt in einem Relief das älteste bekannte Bild einer mechanischen Kurbel mit Pleuelstange, die beim Schneiden von Marmor verwendet wurde.
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