Muradiye Complex, Osmanischer Moscheekomplex in Bursa, Türkei.
Der Muradiye-Komplex ist ein Gebäudeensemble aus dem 15. Jahrhundert mit einer Moschee, zwei Minaretten, einer Madrasa, einem Hamam und zwölf Mausoleen, die in einem angelegten Garten verteilt sind. Die Anlage beherbergt heute ein Kalligraphie-Museum, das traditionelle osmanische Werke zeigt.
Der Komplex wurde 1426 von Sultan Murad II. in Auftrag gegeben und war die letzte Moscheeanlage, die ein Ottoman-Sultan in Bursa errichtete. Danach verlagerte sich das politische Zentrum des Reiches in eine andere Stadt.
Die Kacheln an den Gräbern zeigen kräftige Blau- und Türkistöne, die typisch für die osmanische Handwerkskunst dieser Zeit sind. Man erkennt darin, wie sich die Verzierungstechniken über die Jahrhunderte entwickelt haben.
Der Gelände ist zu regelmäßigen Zeiten für Besucher zugänglich und leicht zu erkennen durch die markante Moschee in der Mitte. Gutes Schuhwerk ist ratsam, da man zu den verschiedenen Gebäuden und Gräbern zu Fuß gehen muss.
Unter den zwölf Mausoleen ruhen Mitglieder der osmańischen Herrscherfamilie über mehrere Generationen hinweg. Das einfache Grab von Sultan Murad II. ist bemerkenswert, da es seinem eigenen Wunsch entsprach und sich deutlich von den aufwändig gestalteten Gräbern daneben unterscheidet.
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