Zazadin Hanı, Seldschukische Karawanserei in der Provinz Konya, Türkei
Das Zazadin Hanı ist eine Herberge für Reisende aus der Seljukenzeit in der Provinz Konya, erbaut aus Steinblöcken in rechteckiger Form mit einem Innenhof. Das Gebäude verfügt über überdachte Bereiche und zeigt typische Merkmale der Seljuk-Architektur dieser Epoche.
Die Herberge entstand zwischen 1235 und 1237 unter der Herrschaft von Sultan Alaeddin Keykubad I. und wurde vom Wesir Sadeddin Köpek für Händler auf der Anatolienroute beauftragt. Sie war Teil des Netzwerks von Handelsstationen, das das Seljukenreich nutzte, um Reisende zu unterstützen.
Die Inschriften über den Eingängen erzählen von der Seljukenzeit und zeigen, wie Handelsreisende hier übernachteten und ihre Waren tauschten. Man kann noch heute die Spuren dieser Reiserouten in der Bauweise erkennen.
Das Gebäude befindet sich ungefähr 20 Kilometer nordöstlich von Konya an der Straße nach Aksaray und ist leicht zu erreichen. Heute wird es für Konferenzen, Konzerte und Zeremonien genutzt, daher sollte man vorab checken, ob es für Besucher offen ist.
Der Eingang zum Innenhof liegt bewusst versetzt zur Hauptachse des Gebäudes, was eine ungewöhnliche architektonische Lösung zeigt. Die Mauern enthalten zudem wiederverwendete Steine aus älteren Strukturen, was auf eine pragmatische Bauweise hinweist.
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