Black Chamber, Kryptoanalytisches Büro in Manhattan, Vereinigte Staaten.
Die Black Chamber war ein Büro zur Entschlüsselung ausländischer Kommunikation, das in Brownstone-Gebäuden an der 37. und 38. Straße arbeitete. Das Team verarbeitete abgefangene diplomatische Mitteilungen von Dutzenden Ländern, indem es Codes aus Telegrammen, Kabeln und schriftlichen Dokumenten analysierte.
Herbert Yardley gründete diese Geheimdienstorganisation 1919 als Reaktion auf die Herausforderungen des Ersten Weltkriegs. Die Operation konzentrierte sich auf das Entziffern ausländischer Nachrichten während der instabilen Jahre nach dem Krieg.
Das Büro zeigte den Beginn organisierter friedlicher Kryptoanalyse in Amerika und prägte Standards für zukünftige Geheimdienste. Diese Art der Nachrichtenüberwachung wurde später zum Modell für viele nationale Sicherheitsbehörden.
Das Büro befand sich in einem großstädtischen Gebiet, war aber nicht öffentlich zugänglich, da es eine Geheimdienstagentur war. Besucher können heute nur die äußeren Gebäudefassaden sehen oder sich über die historische Stätte informieren.
Das Büro hatte direkte Partnerschaften mit Telegrafenunternehmen und erhielt über Western Union Zugang zu ausländischen Botschaftskommunikation. Diese geheime Vereinbarung mit privaten Unternehmen war ein früher Fall von Geheimdiensten, die kommerzielle Kanäle zur Datenerfassung nutzen.
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