Shenandoah-Nationalpark, Nationalpark in Virginia, Vereinigte Staaten.
Der Shenandoah-Nationalpark ist ein langgestreckter, schmaler Nationalpark in den Blue Ridge Mountains in Virginia, der sich 169 km von Front Royal bis Waynesboro erstreckt. Der Skyline Drive folgt dem Bergkamm, westlich liegt das Tal des Shenandoah River, östlich das Virginia Piedmont. Der Hawksbill Mountain ist mit 1235 m der höchste Gipfel, fast 40 % der Fläche sind als Wildnisgebiet ausgewiesen.
Der Kongress der Vereinigten Staaten gründete den Park Ende 1935 nach dem Kauf von Land, das zuvor landwirtschaftlich genutzt worden war. Arbeiter des Civilian Conservation Corps bauten in den folgenden Jahren Wege, Unterkünfte und Straßen.
Der Name Shenandoah wird meist auf eine indigene Sprache zurückgeführt, seine Bedeutung ist jedoch umstritten. Die Anfangsjahre des Parks waren von Rassentrennung geprägt: Der größte Teil war nach dem Grundsatz „separate but equal“ nur Weißen zugänglich; nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rassentrennung aufgehoben, seit 1950 ist der Park allgemein zugänglich.
Skyline Drive ist die Hauptstraße, die sich durch den ganzen Park zieht und Zugang zu Aussichtspunkten, Wanderwegen und Campingplätzen bietet. Im Herbst ziehen die wechselnden Blattfarben viele Besucher an, während im Winter manche Abschnitte wegen Schnee geschlossen bleiben können.
Ein Abschnitt des Appalachian Trail verläuft durch den Park und verbindet ihn mit einem Fernwanderweg, der sich über viele Bundesstaaten erstreckt. Wildtiere wie Schwarzbären und Weißwedelhirsche leben in den Wäldern und sind manchmal entlang der Straßen und Wege zu sehen.
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