Guri-Damm, Wasserkraftwerk-Stausee im Bundesstaat Bolívar, Venezuela
Die Guri-Talsperre ist ein Staudamm und Wasserkraftwerk im Bundesstaat Bolívar in Venezuela, das sich über eine Länge von 1.300 Metern erstreckt. Der zugehörige Stausee bedeckt eine Fläche von etwa 4.250 Quadratkilometern und bildet damit den größten künstlichen Wasserkörper des Landes.
Die Bauarbeiten an der Anlage begannen 1963 und die erste Phase wurde 1969 abgeschlossen. Zwischen 1976 und 1986 folgten umfangreiche Erweiterungen, die die Kapazität des Kraftwerks erheblich steigerten.
Der zentrale Damm trägt den Namen des Unabhängigkeitskämpfers Simón Bolívar und steht als Symbol für technischen Fortschritt in der Region. Lokale Gemeinden nennen das Gewässer oft einfach Guri und beziehen einen Großteil ihrer Elektrizität aus dieser Anlage.
Der Stausee liegt in einer tropischen Region mit häufigen Regenfällen, daher empfiehlt sich ein Besuch während der trockeneren Monate für bessere Sicht. Die Anlage ist zugänglich, jedoch sollten Besucher beachten, dass es sich um ein aktives Kraftwerk mit eingeschränkten Bereichen handelt.
Das Reservoir zählt zu den größten künstlichen Schwarzwasserseen der Welt und behält einen konstanten Wasserspiegel von 215 Metern über dem Meeresspiegel. Diese dunkle Färbung entsteht durch organische Substanzen aus dem umliegenden Regenwald, die sich im Wasser auflösen.
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