Nueva Esparta, Inselstaat im Nordosten Venezuelas
Nueva Esparta umfasst drei Hauptinseln im Nordosten Venezuelas: Margarita, Coche und Cubagua, wobei Margarita die größte Fläche und die meisten Einwohner aufweist. Diese Gebiete erstrecken sich im karibischen Meer und weisen trockenes Klima sowie flache Küstenstreifen auf.
Das Gebiet erlangte 1909 den Status eines venezolanischen Bundesstaates nach jahrzehntelangen Veränderungen in der regionalen Verwaltung seit der Kolonialzeit unter spanischer Herrschaft. Die Insel Cubagua erlebte im 16. Jahrhundert einen Perlenboom, der jedoch rasch endete.
Die Ortsnamen auf den drei Inseln erinnern an spanische Seefahrer und katholische Heilige, sichtbar an Kirchen und Plätzen in den Küstendörfern. Fischer sprechen heute noch lokale Ausdrücke, die aus dem Umgang mit Perlen und Netzen stammen.
Ein Unterwasser-Rohrleitungssystem vom venezolanischen Festland versorgt Wohn- und Geschäftsviertel auf Margarita mit Frischwasser. Besucher sollten wissen, dass Bootsverbindungen zwischen den Inseln je nach Wetter und Jahreszeit variieren können.
Auf Cubagua befindet sich Nueva Cádiz, die erste gegründete Stadt Venezuelas. Ihre Ruinen liegen heute verlassen an der Küste und zeugen von der kurzen Blütezeit der Perlenfischerei im 16. Jahrhundert.
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