Mekongdelta, Landwirtschaftliche Region im Südwesten Vietnams.
Das Delta ist ein weitläufiges Geflecht aus Flussarmen, Kanälen und kleineren Wasserläufen, das sich über eine der größten Agrarflächen Südostasiens erstreckt. Palmen säumen die schmalen Uferwege, während schwimmende Häuser und Märkte auf dem Wasser das tägliche Leben prägen.
Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. ließen sich hier erste Gemeinschaften nieder, die vom Handel über das Südchinesische Meer lebten. In späteren Jahrhunderten entstanden Reiche wie Funan und Chenla, die den Seehandel ausbauten und Verbindungen nach Indien und China unterhielten.
Die Region vereint Einflüsse vietnamesischer, khmerischer, chinesischer und Cham-Gemeinschaften, die sich in lokaler Architektur, Küche und Landwirtschaftsmethoden widerspiegeln.
Die beste Reisezeit liegt in der Trockenperiode, wenn die Wege und Kanäle leichter befahrbar sind und das Wetter angenehmer bleibt. Viele Orte erreicht man nur per Boot, daher hilft ein lokaler Führer bei der Orientierung durch das verzweigte Wassernetz.
Bei Can Tho versammeln sich jeden Morgen Hunderte Boote auf dem Wasser, um Obst, Gemüse und regionale Spezialitäten direkt vom Kahn aus zu handeln. Dieser Markt bleibt eine der letzten großen schwimmenden Handelsplätze Südostasiens, an dem Verkäufer ihre Ware an langen Bambusstangen hochhalten, um Käufer anzulocken.
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