Óc Eo, Archäologische Stätte in Thoai Son, Vietnam
Óc Eo ist eine archäologische Stätte im Mekong-Delta in der Region Thoại Sơn in Vietnam, die Reste einer frühen Hafenstadt umfasst. Die Anlage erstreckt sich über ein weitläufiges Gebiet mit Fundamenten von Gebäuden, Grabungsfeldern und Spuren alter Wasserwege, die noch heute in der Landschaft erkennbar sind.
Die Stätte wurde in den frühen 1940er Jahren durch Luftaufnahmen identifiziert und anschließend von französischen Archäologen freigelegt. Die Siedlung war zwischen dem ersten und siebten Jahrhundert aktiv und diente als Handelsposten für Waren aus weiten Teilen Asiens und darüber hinaus.
Die Stätte enthielt Beweise für Handelsverbindungen mit fernen Zivilisationen durch Funde römischer Münzen und mediterraner Schmuckstücke.
Der Ort liegt in ländlichem Gebiet und die Zufahrt erfolgt über unbefestigte Wege, die in der Regenzeit schwierig sein können. Viele der Fundstücke aus den Grabungen werden heute im Museum für vietnamesische Geschichte in Ho-Chi-Minh-Stadt gezeigt.
Bei den Ausgrabungen fanden sich Münzen aus dem Römischen Reich und Schmuckstücke aus dem Mittelmeerraum, die auf Handelsverbindungen über große Entfernungen hinweisen. Ein Netz von Kanälen verband die Hafenstadt mit anderen Zentren und ermöglichte den Warenverkehr über Wasserwege bis weit ins Landesinnere.
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