Long-Biên-Brücke, Eisenbahn- und Fußgängerbrücke in Hanoi, Vietnam.
Long Bien Bridge ist eine Eisenbahnbrücke in Hanoi, Vietnam, die sich über 1.680 Meter erstreckt und das westliche Stadtzentrum mit dem östlichen Ufer verbindet. Die Konstruktion ruht auf 19 Stahlbögen, die jeweils etwa 45 Meter breit sind und sich über den Roten Fluss spannen.
Erbaut zwischen 1899 und 1902 durch die französischen Ingenieure Daydé & Pillé, war sie die erste Stahlkonstruktion über den Roten Fluss. Während der Bombenangriffe im Vietnamkrieg wurde sie mehrmals schwer beschädigt und anschließend mit neuen Abschnitten repariert.
Die Brücke trägt den Namen des Stadtviertels auf der Ostseite des Roten Flusses und wird täglich von Pendlern genutzt, die mit Fahrrädern oder Motorrollern zur Arbeit fahren. Viele Anwohner überqueren sie am frühen Morgen, wenn der Verkehr noch ruhig ist und die Sonne über dem Wasser aufgeht.
Fußgänger können die Außenspuren nutzen, während Züge auf den mittleren Gleisen fahren, sodass es sinnvoll ist, auf die Durchsagen zu achten. Der Zugang erfolgt an beiden Enden, und das Überqueren zu Fuß dauert je nach Tempo etwa 20 bis 30 Minuten.
Die ursprünglichen Stahlträger tragen noch die eingestanzten Markierungen der französischen Werkstätten, in denen sie vor über 120 Jahren hergestellt wurden. Einige der seitlichen Pfeiler zeigen außerdem Einschusslöcher aus den Luftangriffen der 1960er und 1970er Jahre.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.