Hoa-Binh-Wasserkraftwerk, Wasserkraftwerk in der Provinz Hoa Binh, Vietnam
Der Hoa Binh Staudamm erstreckt sich über 734 Meter quer durch den Schwarzen Fluss und erreicht eine Höhe von 97 Metern, ausgestattet mit acht Turbinen zur Stromerzeugung. Die Anlage kontrolliert zudem Wassermengen flussabwärts und sichert die Schifffahrt auf diesem wichtigen Wasserlauf.
Die Bauarbeiten begannen 1979 unter sowjetischer Leitung und dauerten fünfzehn Jahre, während derer 168 Arbeiter ihr Leben verloren. Das Projekt stellte eine der bedeutendsten Infrastrukturmaßnahmen Vietnams nach dem Krieg dar.
Ein versiegelter Brief russischer Ingenieure wartet in einem Betonmonument auf dem Gelände auf seine Öffnung im Januar 2100, adressiert an zukünftige vietnamesische Generationen. Das Bauwerk trägt diese Zeitkapsel als Zeugnis der technischen Zusammenarbeit zwischen zwei Nationen während seiner Entstehung.
Das Gelände liegt in einer Bergregion mit kurvenreichen Zufahrtsstraßen, die bei Nässe rutschig werden können. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da einige Bereiche rund um die Anlage unebene Wege aufweisen.
Die Konstruktion enthält spezielle Bauelemente zur Standfestigkeit bei Erdbeben und schützt damit Millionen Menschen in der Region Hanoi und im Roten-Fluss-Delta. Ingenieure integrierten diese seismischen Vorkehrungen direkt in die Fundamente und Staumauern.
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