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Hokkaido von Norden nach Süden: Die zu entdeckenden Ziele

Von Stephane Renard

Daisetsuzan-Nationalpark

Hokkaido bietet Landschaften, die sich mit jeder Jahreszeit ändern, von den ursprünglichen Wäldern im Norden über die Blumenfelder in der Mitte bis zu den heißen Quellen im Süden.

Hokkaido, die nördlichste Insel Japans, zeigt sich je nach Jahreszeit anders. Von Norden nach Süden findet man dichte Wälder, Bergseen, Blumenfelder, die mit den Monaten ihre Farbe ändern, und heiße Quellen, die das ganze Jahr über dampfen. Es ist ein Ort, an dem die Natur dominiert, sogar in der Nähe der Städte. Diese Sammlung stellt Orte vor, die einen Umweg wert sind: Parks, in denen Bären und Adler leben, Seen mit besonderem Wasser, Berge zum Klettern, Täler, die durch vulkanische Aktivität entstanden sind, und Dörfer, in denen man die Traditionen der Ainu entdecken kann, der ursprünglichen Bewohner. Jeder dieser Orte erzählt eine andere Geschichte von Hokkaido. Man kann Schluchten erkunden, die von Flüssen gegraben wurden, auf ländlichen Straßen zwischen bunten Feldern gehen, in natürlichen heißen Quellen baden oder von einem Gipfel auf eine Bucht blicken. Es gibt auch Museen, historische Festungen und Leuchttürme, die die äußersten Punkte der Insel markieren. Hokkaido ist für alle geeignet, die gerne draußen gehen, Landschaften anschauen oder einfach Zeit nehmen, um zu sehen, wie die Menschen im Norden Japans leben.

In diesem Artikel

24 Orte zu entdecken — Verpassen Sie nicht den letzten!

Nationalpark Shiretoko
Nationalpark Shiretoko

Shiretoko, Hokkaido, Japan

Der Shiretoko-Nationalpark liegt an der Nordostküste Hokkaidos und ist eine der wildesten Ecken Japans. Entlang der Küste ragen Klippen ins Meer, dahinter wachsen dichte Wälder, in denen Braunbären, Hirsche und Seeadler leben. Im Winter treibt Packeis aus Sibirien an die Küste. Man kann Bootstouren entlang der Klippen machen, auf dem Halbinselweg wandern oder die Seen des Shiretoko-Fünf-Seen-Gebiets erkunden.

Shiretoko-Fünf-Seen
Shiretoko-Fünf-Seen

Shiretoko, Japan

Die Shiretoko-Fünf-Seen liegen auf der Shiretoko-Halbinsel im Norden Hokkaidos, in einem Gebiet, das zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Die fünf Seen sind von dichten Wäldern umgeben, und ihre stillen Wasserflächen spiegeln Bäume und Himmel wider. Wanderwege führen direkt an den Seen entlang, durch eine Landschaft, in der Braunbären, Hirsche und Füchse frei leben. Im Herbst verfärben sich die Blätter und das Bild verändert sich vollständig.

Sapporo
Sapporo

Sapporo, Japan

Sapporo ist die Hauptstadt von Hokkaido und die größte Stadt der Insel. Hier gibt es breite Straßen, Parks mitten in der Stadt, Restaurants mit lokaler Küche und Museen, die von der Geschichte und Natur der Region erzählen. Im Winter verwandelt sich Sapporo in eine Bühne für das berühmte Schneefestival, bei dem riesige Skulpturen aus Eis und Schnee gebaut werden. Die Stadt ist ein guter Ausgangspunkt, um die Natur Hokkaidos zu erkunden, denn von hier aus erreicht man schnell ländliche Gebiete, Berge und Seen.

Berg Moiwa
Berg Moiwa

Hokkaido, Japan

Der Mont Moiwa ist ein Berg am Rand von Sapporo, der einen weiten Blick über die Stadt und die umliegende Ebene bietet. Man erreicht den Gipfel mit einer Seilbahn und einer kleinen Gondel. Oben angekommen sieht man die Dächer der Stadt, die Berge dahinter und bei klarem Wetter das Meer in der Ferne. Tagsüber wirkt die Aussicht offen und ruhig, abends verwandeln die Lichter der Stadt das Panorama vollständig.

Otaru-Kanal
Otaru-Kanal

Otaru, Japan

Der Otaru-Kanal ist eines der bekanntesten Zeugnisse der Handelsvergangenheit von Hokkaido. Er wurde im frühen 20. Jahrhundert gebaut, um den Warenumschlag zwischen Schiffen und der Stadt zu erleichtern. Heute spiegelt das Wasser des Kanals die alten Steinlagerhäuser wider, die zu Restaurants, Läden und kleinen Museen umgebaut wurden. Ein Spaziergang entlang des Ufers gibt ein gutes Gefühl dafür, wie diese Hafenstadt einmal funktioniert hat.

Kap Kamui
Kap Kamui

Hokkaido, Japan

Das Kap Kamui ist eine felsige Landzunge im Westen Hokkaidos, die weit in das Japanische Meer hinausragt. Von oben, vom Leuchtturm aus, sieht man das Wasser auf drei Seiten. Der Weg dorthin führt an den Klippen entlang, wo der Wind oft stark weht und das Meer gegen die Felsen schlägt. Im Sommer blühen kleine Wildblumen entlang des Pfades. Es ist ein ruhiger Ort, der aber keine Stille verspricht, denn das Meer macht sich hier deutlich bemerkbar.

Noboribetsu Onsen
Noboribetsu Onsen

Noboribetsu, Hokkaido, Japan

Noboribetsu Onsen ist einer der bekanntesten Kurorte Hokkaidos. Die heißen Quellen hier haben unterschiedliche Wasserarten, von schwefelhaltig bis eisenreich, was dem Ort ein unverwechselbares Aussehen verleiht. Die meisten Besucher kommen für die traditionellen Bäder in den Ryokan-Hotels, die direkt an den Quellen liegen. Wer früh aufsteht, kann den Dampf sehen, der aus dem Boden der Jigokudani-Schlucht aufsteigt. Das gibt dem Ort eine besondere Stimmung, die man selten woanders findet.

Toyasee
Toyasee

Hokkaido, Japan

Der Toya-See liegt im Südwesten Hokkaidos und gehört zu einem vulkanisch aktiven Gebiet. In der Mitte des Sees liegt eine bewaldete Insel, die man vom Ufer aus gut sehen kann. Rund um den See gibt es heiße Quellen, die das ganze Jahr über dampfen. Die umliegenden Hügel und Wälder spiegeln sich im ruhigen Wasser, und viele Besucher machen hier einen Spaziergang entlang der Uferpromenade oder erholen sich in einem der nahe gelegenen Bäder.

Shikotsu-See
Shikotsu-See

Hokkaido, Japan

Der Shikotsu-See liegt in einer alten Vulkankrater-Senke südwestlich von Sapporo und ist von Bergen umgeben. Das Wasser ist außergewöhnlich klar und hat eine intensive blaue Farbe, die man beim Spazieren am Ufer sofort bemerkt. Im Winter friert der See kaum zu, weil das Wasser sehr tief ist. In der Nähe gibt es mehrere Thermalquellen, darunter Shikotsu Onsen, wo man nach einer Wanderung in heißem Wasser entspannen kann. Der See ist Teil eines Nationalparks und ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen auf die umliegenden Vulkane.

Farm Tomita
Farm Tomita

Furano, Japan

Die Farm Tomita liegt im Furano-Tal und ist vor allem für ihre Lavendelfelder bekannt, die im Sommer lila leuchten. Neben Lavendel wachsen hier Mohn, Kosmeen und andere Blumen in großen Streifen nebeneinander. Die Farben wechseln je nach Monat. Man kann zu Fuß zwischen den Reihen spazieren, Lavendelprodukte kaufen und die Luft einatmen, die nach Blüten duftet. Im Hochsommer ist es sehr belebt, aber auch im Frühling und Herbst hat die Farm ihren eigenen Reiz.

Shirogane Blauer Teich
Shirogane Blauer Teich

Hokkaido, Japan

Der Shirogane Blue Pond ist ein kleiner künstlicher See in Hokkaido, nicht weit von der Stadt Biei. Das Wasser hat eine auffällige blaugrüne Farbe, die durch Mineralien entsteht, die natürlich aus dem Boden kommen. Im Wasser stehen abgestorbene Lärchen, deren helle Stämme aus dem See ragen. Je nach Tageszeit und Wetter wirkt das Wasser mal heller, mal dunkler. Im Winter kann der See zufrieren, und bei Nacht wird er manchmal beleuchtet, was ein ganz anderes Bild ergibt als tagsüber.

Biei Patchwork Road
Biei Patchwork Road

Biei, Japan

Die Patchwork Road von Biei schlängelt sich durch eine offene Landschaft, in der Felder mit Blumen und Nutzpflanzen nebeneinander liegen. Jedes Feld hat eine andere Farbe, und wenn man die Straße entlangfährt oder geht, entsteht der Eindruck eines riesigen Musters aus farbigen Rechtecken. Im Sommer dominieren Gelb, Violett und Grün, im Herbst wechseln die Töne zu Braun und Gold. Es ist ein Ort, der zeigt, wie die Landwirtschaft in Hokkaido das Aussehen einer ganzen Landschaft prägen kann.

Asahidake
Asahidake

Hokkaido, Japan

Der Asahidake ist der höchste Gipfel Hokkaidos und ein guter Ausgangspunkt für eine Wanderung über Vulkankrater und alpine Matten. Am Fuß des Berges steigen Dämpfe aus dem Boden, und eine Gondel bringt Besucher auf eine Höhe, von der aus man weite Aussichten über die umliegenden Berge hat. Im Herbst färben sich die Hänge zuerst auf der gesamten Insel, was den Berg bei Wanderern sehr beliebt macht.

Shikisai no Oka
Shikisai no Oka

Hokkaido, Japan

Shikisai no Oka ist ein Hügel in Hokkaido, der mit Blumenfeldern bedeckt ist. Je nach Jahreszeit wachsen hier andere Blumen, sodass die Farben der Landschaft sich ständig verändern. Im Sommer leuchten Lavendel und Sonnenblumen, im Herbst übernehmen Salbei und Cosmos das Bild. Man kann den Hügel zu Fuß erkunden oder sich in einem kleinen Fahrzeug hinauffahren lassen, um die Felder von oben zu sehen. Das Gelände liegt nahe der Stadt Biei und ist bei Besuchern aus ganz Japan bekannt.

Sounkyo-Schlucht
Sounkyo-Schlucht

Sounkyo, Hokkaido, Japan

Die Sounkyo-Schlucht wurde von einem Fluss in das vulkanische Gestein des Daisetsuzan-Massivs in Hokkaido gegraben. Die Felswände steigen auf beiden Seiten steil auf, und mehrere Wasserfälle stürzen die Hänge hinunter. Im Frühling bedecken Kirschblüten die Umgebung, im Herbst färben sich die Bäume rot und orange. Im Winter gefrieren einige Wasserfälle zu Eissäulen, die man von nah betrachten kann. Ein Weg führt durch die Schlucht und macht sie für Besucher gut zugänglich.

Berg Hakodate
Berg Hakodate

Hakodate, Japan

Der Berg Hakodate erhebt sich direkt über der Stadt Hakodate und bietet einen weiten Blick auf die Bucht sowie auf das umliegende Land. Von oben sieht man, wie die Stadt zwischen Wasser und Hügeln liegt. Tagsüber kann man zu Fuß oder mit der Seilbahn aufsteigen, abends verwandelt sich der Blick in ein Lichtermeer. Er ist einer der Gründe, warum viele Reisende Hakodate besuchen.

Fort Goryokaku
Fort Goryokaku

Hakodate, Japan

Das Fort Goryokaku in Hakodate ist die bekannteste sternförmige Festung Japans. Es wurde im 19. Jahrhundert gebaut, um die Südspitze Hokkaidos zu verteidigen. Heute kann man die Überreste der alten Mauern und Gräben zu Fuß erkunden. Ein Museum auf dem Gelände erklärt die Geschichte des Forts, insbesondere die letzte Schlacht der Edo-Zeit, die hier stattfand. Von einem nahe gelegenen Aussichtsturm sieht man die Sternform deutlich von oben.

Mashū-See
Mashū-See

Hokkaido, Japan

Der Mashu-See liegt im Nationalpark Akan-Mashu und füllt einen alten Vulkankrater. Sein Wasser ist dunkelblau und sehr tief. Die Ufer bestehen aus steilen Felswänden, die direkt ins Wasser abfallen. Nebel zieht häufig über den See und verändert das Bild von Stunde zu Stunde. Es gibt keinen direkten Zugang zum Wasser, aber von den Aussichtspunkten am Rand hat man einen weiten Blick über den See und die Umgebung.

Akan-See
Akan-See

Hokkaido, Japan

Der Akan-See liegt im Osten Hokkaidos und ist bekannt für seine Marimo, das sind runde Algenkugeln, die langsam im Wasser treiben. Diese seltenen Gebilde wachsen nur in wenigen Seen weltweit. Rund um den See wachsen dichte Wälder, und an seinen Ufern leben Ainu-Gemeinschaften, die ihre Traditionen durch Handwerk, Musik und Tänze lebendig halten. Der See liegt in einem vulkanischen Gebiet, was dem Wasser eine besondere Farbe verleiht.

Akan Ainu Kotan
Akan Ainu Kotan

Hokkaido, Japan

Ein Dorf der Ainu mit rekonstruierten Häusern, traditionellem Kunsthandwerk und einem Kulturmuseum.

Nationalpark Kushiro Shitsugen
Nationalpark Kushiro Shitsugen

Hokkaido, Japan

Der Kushiro Shitsugen Nationalpark beherbergt das größte Feuchtgebiet Japans. Wer hier durch die weiten Sumpfflächen spaziert, kann die berühmten Roten Kronenkraniche beobachten, die vor allem im Winter in Gruppen auftreten. Das Schilf wächst hoch, der Himmel ist weit, und man hört überall Vogelrufe. Es ist ein ruhiger Ort, an dem die Natur klar im Vordergrund steht.

Kap Soya
Kap Soya

Hokkaido, Japan

Kap Sōya ist der nördlichste Punkt Hokkaidos und damit der nördlichste Punkt Japans, den man erreichen kann. Hier steht ein weißer Leuchtturm, der die Meerenge nach Russland markiert. Bei klarem Wetter sieht man die Umrisse der Insel Sachalin am Horizont. Der Wind bläst fast immer, und das Meer wirkt rau und weit. Viele Besucher kommen hierher, um am äußersten Ende des Landes zu stehen und die Weite zu spüren.

Rishiri-Insel
Rishiri-Insel

Hokkaido, Japan

Rishiri Island liegt vor der Nordwestküste von Hokkaido und ist nur per Fähre erreichbar. Der Vulkan Rishiri-zan erhebt sich steil aus dem Meer und ist von fast überall auf der Insel zu sehen. Die Hänge sind mit Gras und Felsen bedeckt, und wer aufsteigt, sieht bei klarem Wetter das Meer auf allen Seiten. Unten im Dorf leben Fischer, die hier Seeigel und Kelp ernten, zwei Produkte, für die die Insel bekannt ist.

Daisetsuzan-Nationalpark
Daisetsuzan-Nationalpark

Hokkaido, Japan

Der Daisetsuzan-Nationalpark liegt im Herzen von Hokkaido und ist das größte Schutzgebiet Japans. Hier ragen mehrere Gipfel über 2000 m auf, darunter der Asahi-dake, der höchste Berg der Insel. Die Landschaft wechselt zwischen Vulkankratern, heißen Quellen, weiten Hochwasserwäldern und alpinen Wiesen. Im Herbst färben sich die Hänge früher als anderswo in Japan, weshalb die ersten Herbstfarben Japans hier beobachtet werden. Wanderer, Vogelbeobachter und alle, die einfach in die Bergwelt Hokkaidos eintauchen möchten, kommen hier auf ihre Kosten.

Bereiten Sie Ihren Besuch je nach Jahreszeit vor: Jeder Monat zeigt ein anderes Hokkaido, und einige Wege werden im Winter unpassierbar. Prüfen Sie die lokalen Kalender, bevor Sie losfahren.

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