Los Llanos Region, Tropische Savannenregion im zentralen Venezuela.
Los Llanos ist eine große Graslandregion im zentralen Venezuela, die von mehreren Flüssen durchzogen wird und sich bis an die kolumbianische Grenze erstreckt. Die Landschaft bleibt während der Regenzeit teilweise unter Wasser, während sie in der Trockenzeit in trockenes Grasland mit vereinzelten Baumgruppen übergeht.
Spanische Siedler brachten im 16. Jahrhundert Rinder in diese Ebenen, wodurch eine Ranchkultur entstand, die die Wirtschaft der Region bis heute prägt. Die Unabhängigkeitskriege im frühen 19. Jahrhundert wurden teilweise hier ausgetragen, wobei Reitertruppen der Llaneros eine entscheidende Rolle spielten.
Der Name leitet sich vom spanischen Wort für Ebenen ab, was die flache Landschaft beschreibt, die für Reitkultur und Viehzucht ideal ist. Man sieht noch heute Llaneros mit ihren breitkrempigen Hüten auf Pferden, die Rinderherden über die offenen Weiden treiben.
Der Besuch während der Trockenzeit erleichtert das Vorankommen auf unbefestigten Wegen, während die Regenzeit bessere Möglichkeiten zur Tierbeobachtung bietet, wenn Vögel und Wassertiere in überschwemmte Bereiche zurückkehren. Ein Geländewagen ist ratsam, da viele Straßen nicht asphaltiert sind und sich ihr Zustand je nach Jahreszeit ändert.
Während der Regenzeit werden manche Weiden so tief überflutet, dass Pferde schwimmend von einem trockenen Punkt zum nächsten gelangen müssen. Süßwasserdelfine wandern aus dem Orinoco in überflutete Ebenen und sind dann fernab der Hauptflüsse zu sehen.
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