Palais Ferstel, Renaissance-Denkmal in Herrengasse, Wien, Österreich
Das Palais Ferstel ist ein Gebäude im florentinischen Renaissancestil im ersten Wiener Bezirk, das die Herrengasse mit der Strauchgasse und dem Freyung verbindet. Der überdachte Durchgang im Inneren verläuft über mehrere Ebenen und beherbergt Geschäfte, ein Café und weitläufige Säle.
Das Gebäude wurde 1860 vom Architekten Heinrich von Ferstel fertiggestellt und beherbergte ursprünglich die Österreichische Nationalbank sowie die Börse. Ab 1878 diente es als Hauptsitz der Österreichisch-Ungarischen Bank, bis es seinen Bankbetrieb schließlich aufgab.
Das Café Central im Innern des Gebäudes war einst Treffpunkt für Schriftsteller und Intellektuelle wie Peter Altenberg und Leo Trotzki. Die hohen Gewölbe und Marmorsäulen des Cafés sind noch heute zu sehen und geben dem Raum seinen besonderen Charakter.
Das Gebäude und sein überdachter Durchgang sind frei zugänglich, ohne dass eine Reservierung erforderlich ist. Wer das Café Central besuchen möchte, sollte bedenken, dass es besonders zur Mittagszeit stark frequentiert ist und Wartezeiten entstehen können.
Der Durchgang trägt an seinem Eingang die Inschrift 'Bis auf Widerruf gestatteter Durchgang', die seit dem 19. Jahrhundert das öffentliche Wegerecht anzeigt. Dieser Hinweis macht deutlich, dass die Passage von Anfang an als öffentlicher Fußweg geplant war, auch wenn sie sich in einem privaten Gebäude befindet.
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