Sierra de Guadarrama, Gebirgskette in Zentralspanien.
Die Sierra de Guadarrama ist ein Gebirgszug in Zentralspanien, der sich über rund 80 Kilometer zwischen den Provinzen Madrid und Segovia erstreckt und Höhen bis 2430 Meter erreicht. Die Berge bestehen vor allem aus Granit und Gneis, wodurch felsige Gipfel und Blockfelder entstehen, die von Kiefernwäldern und hochalpinen Weiden umgeben sind.
Die Bergkette diente während des Spanischen Bürgerkriegs als natürliche Verteidigungslinie, und an vielen Gipfeln und Pässen wurden Stellungen errichtet. Vor Jahrhunderten trennten die Berge das christliche Kastilien vom maurischen Süden und prägten die politische Landkarte der Halbinsel.
Der Name Guadarrama leitet sich vom arabischen Wort für sandigen Fluss ab und erinnert an die maurische Vergangenheit der Region. Dörfer an den südlichen Hängen zeigen eine eigene Architektur mit Steinhäusern und schmalen Gassen, die an die harten Winterbedingungen angepasst sind.
Acht markierte Wanderwege und sechs Radrouten durchqueren den Nationalpark und verbinden die wichtigsten Zugangspunkte von Orten wie Navacerrada und Cercedilla aus. Im Sommer bieten die Höhenlagen kühlere Temperaturen, während im Winter Schnee die Gipfel bedeckt und Wintersportmöglichkeiten eröffnet.
Der Nationalpark umfasst rund 34000 Hektar und bietet Lebensraum für iberische Wölfe, Mönchsgeier und Steinadler. Auf den Hochlagen wachsen jahrhundertealte Kiefern, die extreme Kälte und starke Winde überstanden haben.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.