Nationalpark Sierra de Guadarrama, Nationalpark zwischen Madrid und Segovia, Spanien.
Der Nationalpark Guadarrama ist ein Schutzgebiet zwischen Madrid und Segovia in Spanien, das sich über zwei autonome Gemeinschaften erstreckt und Hochgebirgszonen mit Granitgipfeln, Kiefernwäldern und alpinen Wiesen umfasst. Die Landschaft verändert sich mit der Höhe von dichten Eichenwäldern im Tal bis zu kahlen Felsformationen an den Kämmen.
Naturschützer und Wandervereine forderten seit den 1920er-Jahren den Schutz dieser Berge, doch erst 2013 erhielt das Gebiet offiziell den Status eines Nationalparks. Die Anerkennung beendete Jahrzehnte politischer Diskussionen zwischen den Regionen Madrid und Kastilien-León über die gemeinsame Verwaltung.
Der Park trägt den Namen Sierra de Guadarrama, der sich vom arabischen Wort für Gebirge ableitet und die langjährige Geschichte der Region widerspiegelt. Wanderer treffen auf steinerne Schutzhütten und Viehtränken, die Hirten über Generationen hinweg nutzten und bis heute sichtbar bleiben.
Besucher sollten auf wechselndes Bergwetter vorbereitet sein, da Temperaturen und Sichtverhältnisse rasch schwanken können, besonders oberhalb der Baumgrenze. Mehrere Zugangspunkte an beiden Parkseiten erleichtern die Anreise mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln aus Madrid und umliegenden Ortschaften.
Wölfe kehrten in den 2010er-Jahren in diese Berge zurück, nachdem sie sieben Jahrzehnte lang verschwunden waren, und siedeln nun wieder in abgelegenen Waldgebieten. Beobachter können auch Spanische Kaiseradler und Mönchsgeier entdecken, die über den Kämmen kreisen.
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