Boí, Mittelalterliches Bergdorf in Vall de Boí, Spanien.
Boí ist ein mittelalterliches Bergdorf in der Vall de Boí, das auf etwa 1.273 Metern Höhe in den Katalanischen Pyrenäen liegt und aus eng beieinander stehenden Steinhäusern besteht. Die Kirche Sant Joan mit ihrem lombardischen Glockenturm dominiert die Bebauung und prägt das romanische Erscheinungsbild des Ortes.
Die Siedlung entstand im Mittelalter, wobei die Kirche Sant Joan aus dem 12. Jahrhundert die ältesten Zeugnisse der Gemeinde trägt und den lombardischen Baustil der Romanik widerspiegelt. Der Ort entwickelte sich als Bergdorf über Generationen hinweg, wobei die Architektur die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der Bergbewohner dokumentiert.
Die Bewohner nutzen die engen Gassen des Dorfes täglich und bewahren dabei die traditionelle Struktur, die seit Generationen das Leben im Gebirge prägt. Die Steinhäuser und ihre Anordnung zeigen, wie sich die Menschen hier an die steilen Hänge anpassten und ihre Häuser hintereinander in die Landschaft einfügten.
Das Dorf liegt unmittelbar neben dem Eingang zum Nationalpark Aigüestortes und dient als Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren in der Region. Besucher finden hier Informationsstellen, Unterkunftsmöglichkeiten und Verpflegung, was es zu einer praktischen Basis für Aktivitäten in der Berglandschaft macht.
Die ursprünglichen Wandmalereien aus der Kirche Sant Joan aus dem 12. Jahrhundert zeigen mythologische Wesen und wurden später nach Barcelona ins Nationale Kunstmuseum der Katalanen verbracht. Dieser Kunsttransfer verdeutlicht, wie bedeutsam die künstlerischen Schätze des kleinen Bergdorfes für die kulturelle Geschichte Kataloniens waren.
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