Atapuerca, Archäologische Stätte nahe Burgos, Spanien
Atapuerca ist ein archäologischer Fundkomplex in der Sierra de Atapuerca nahe Burgos, der sich über mehrere Höhlen und Felsspalten im Kalkgestein verteilt. Zwei der bekanntesten Bereiche heißen Gran Dolina, eine ehemalige Karsthöhle, und Sima de los Huesos, ein tiefer Schacht im Inneren des Berges.
Die ersten systematischen Grabungen begannen in den 1970er Jahren, als Forscher Knochen und Werkzeuge entdeckten, die auf menschliche Besiedlung vor mehr als 800.000 Jahren hinweisen. Seitdem haben die Funde aus Atapuerca unser Verständnis der frühen Menschheitsgeschichte in Europa grundlegend verändert.
Der Name Atapuerca bezeichnet heute sowohl die Fundstellen als auch das kleine Bergdorf, das Besucher auf dem Weg zu den Höhlen durchqueren. Viele Menschen kommen hierher, um nachzuvollziehen, wie Wissenschaftler aus winzigen Knochensplittern und Steinwerkzeugen das Leben unserer frühesten Vorfahren rekonstruieren.
Der Zugang erfolgt über das Besucherzentrum in Ibeas de Juarros, wo geführte Touren angeboten werden, da die Grabungsstellen selbst nicht frei zugänglich sind. Die Wege durch das Gelände sind meist eben, aber festes Schuhwerk wird empfohlen, weil einige Abschnitte über natürlichen Untergrund führen.
In der Sima de los Huesos wurden mehr als 5500 menschliche Knochenfragmente geborgen, die größte Ansammlung frühmenschlicher Überreste, die je an einem Ort gefunden wurde. Forscher glauben, dass die Knochen absichtlich in den Schacht gelegt wurden, möglicherweise als eine Form früher Bestattungspraxis.
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