Römischer Zirkus von Mérida, Römischer Zirkus in Mérida, Spanien
Der Römische Zirkus von Mérida ist eine antike Rennbahn in der spanischen Stadt Mérida, die etwa 495 Meter lang und 95 Meter breit ist. Die erhaltenen Strukturen zeigen den Haupteingang, das Triumphtor und die längsverlaufende Mittelmauer, die einst Zehntausende Zuschauer bei Wagenrennen fasste.
Der Zirkus wurde um 20 v. Chr. während der Herrschaft des Kaisers Augustus in der römischen Kolonie Emerita Augusta erbaut. Er blieb über Jahrhunderte hinweg in Betrieb und spiegelt die lange Bedeutung dieser Stätte als Zentrum für öffentliche Unterhaltung in der antiken Stadt wider.
Die Rennbahn war ein Ort für öffentliche Vergnügungen, der lange Zeit aktiv blieb, während andere römische Gebäude bereits aufgegeben wurden. Die frühen Christen sahen Wagenrennen als weniger problematisch an als Theateraufführungen, weshalb der Betrieb hier länger andauerte.
Das Gelände ist leicht zu Fuß zu erkunden und die Ruinen sind von verschiedenen Aussichtspunkten aus sichtbar, die einen guten Überblick über die gesamte Struktur ermöglichen. Ein Besuch ist am besten möglich, wenn man die Sonne beobachtet, da die Beleuchtung morgens und abends die antiken Reste besonders hervorhebt.
Die Konstruktion nutzte den natürlichen Hang des Hügels San Albín und schuf so ein künstliches Tal, das als Fundament der Arena diente. Ein ausgeklügeltes Entwässerungssystem mit in Stein gehauerten Rinnen beseitigte Regenwasser und sorgte für die Stabilität der gesamten Struktur.
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