Mérida, Römische archäologische Stätte in Extremadura, Spanien
Mérida ist eine Gemeinde in der Provinz Badajoz in Extremadura, die sich entlang des Flusses Guadiana mit römischen Tempeln, einem Theater, einem Aquädukt und mehreren Wohnvierteln erstreckt. Die archäologischen Überreste liegen sowohl im Stadtzentrum als auch in den umliegenden Feldern, wo Fundamente und Säulen zwischen modernen Gebäuden sichtbar sind.
Kaiser Augustus gründete die Siedlung im Jahr 25 vor unserer Zeitrechnung für pensionierte Legionäre, die nach Jahrzehnten Kriegsdienst Land erhielten. Die Stadt wurde Hauptstadt der Provinz Lusitania und behielt diese Rolle über drei Jahrhunderte lang, bis die westgotische Eroberung im fünften Jahrhundert ihre Bedeutung veränderte.
Der Name leitet sich von Augusta Emerita ab, was auf die römischen Veteranen hinweist, die sich hier niederließen. Besucher sehen heute lateinische Inschriften an vielen Gebäuden und erleben ein Festival, bei dem Schauspieler in antiker Kleidung durch die Straßen ziehen und klassische Stücke aufführen.
Die meisten römischen Stätten liegen nahe beieinander und lassen sich zu Fuß in wenigen Stunden erkunden, wobei Schattenbereiche im Sommer rar sind. Wer alle Denkmäler besichtigen möchte, sollte einen ganzen Tag einplanen und bequeme Schuhe tragen, da viele Wege uneben sind und Treppen Zugang zu Aussichtspunkten bieten.
Das Theater wurde so gebaut, dass die Morgensonne die Bühne von hinten beleuchtet und Schatten auf die Zuschauerränge wirft. Archäologen entdeckten unter den Sitzen Kanäle, die vermutlich Wasser für Seeschlachten-Inszenierungen in die Arena leiteten.
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