Sacromonte, Historisches Roma-Viertel in Granada, Spanien
Sacromonte ist ein Viertel in Granada, das sich entlang beider Seiten des Flusses Darro erstreckt und weiß getünchte Höhlenwohnungen zeigt, die in den Abhang des Cerro de San Miguel gegraben sind. Die Behausungen sind in verschiedenen Ebenen angeordnet und bilden ein charakteristisches Siedlungsmuster auf dem steilen Gelände.
Nach Granadas christlicher Eroberung 1492 ließen sich Roma-Familien in diesen Höhlen nieder und gründeten eine Siedlung außerhalb der Kontrolle der Spanischen Inquisition. Diese Gemeinschaft entwickelte sich zu einem stabilen Wohnviertel, das sich über Generationen erhielt.
In diesem Viertel findet man noch heute traditionelle Flamenco-Aufführungen, die als Zambras bekannt sind und in umgebauten Höhlenräumen stattfinden. Diese Veranstaltungen sind Teil der Roma-Kultur, die das Viertel seit Jahrhunderten prägt.
Sie können Sacromonte mit dem Microbus C34 vom Plaza Nueva aus erreichen oder etwa 25 Minuten bergauf durch enge, gewundene Pfade wandern. Die Wege sind teilweise steil und uneben, daher ist bequemes Schuhwerk empfehlenswert.
Ein Höhlenmuseum zeigt elf wiederhergestellte Wohnhöhlen, die traditionelle Handwerke und alltägliche Gepflogenheiten der Roma-Gemeinschaft dokumentieren. Diese restaurierten Räume geben Besuchern einen unmittelbaren Eindruck davon, wie die Menschen dort einst lebten.
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