Humilladero de la Cruz del Campo, Mudéjar-Schrein in Sevilla, Spanien.
Der Humilladero de la Cruz del Campo ist ein kleines religiöses Denkmal in der Calle Luis Montoto in Sevilla, das an allen vier Seiten offene Bögen und ein gewölbtes Dach mit gotischen Inschriften aufweist. Die Zinnen an der Oberseite verleihen dem Bauwerk ein charakteristisches Aussehen, das sich deutlich vom umliegenden Straßenbild abhebt.
Der Schrein wurde 1482 unter dem Bürgermeister Diego de Merlo an einer Stelle errichtet, die bereits im Mittelalter als religiöser Wegpunkt bekannt war. Das marmorne Kreuz im Inneren stammt aus dem Jahr 1571 und ersetzte ein älteres hölzernes Kreuz, das zuvor an diesem Ort stand.
An der Außenwand des Schreins sind gotische Inschriften zu sehen, die Passanten noch heute auffallen. Der Ort liegt mitten im Straßenalltag und wird von manchen als stiller Haltepunkt auf dem Weg durch das Viertel genutzt.
Der Schrein ist von der Straße aus jederzeit kostenlos zu besichtigen, und die offene Bauweise ermöglicht gute Fotos aus verschiedenen Winkeln. Ein Innenbereich ist nicht zugänglich, daher reicht ein kurzer Halt auf dem Gehweg aus, um ihn vollständig zu sehen.
Der Standort des Schreins entspricht dem ehemaligen Verlauf eines römischen Aquädukts, der einst Wasser in die Stadt leitete. Diese Überlagerung von Römerzeit und mittelalterlicher Frömmigkeit an einem einzigen Straßenpunkt ist selten in einer europäischen Stadt.
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