Caños de Carmona, Römischer Aquädukt in Sevilla, Spanien
Die Caños de Carmona ist ein römisches Aquädukt, das sich über etwa 17,5 Kilometer von Alcalá de Guadaira bis nach Sevilla erstreckt und von rund 400 Bögen getragen wird, die auf Ziegelpfeilern ruhen. Die Struktur besteht aus mehreren steinernen und gemauerten Abschnitten, die unterschiedliche Höhen aufweisen und sich in verschiedenen Teilen der Stadt verteilen.
Das Aquädukt wurde zwischen 68 und 65 v.Chr. während Julius Caesars Zeit als Quästor erbaut und diente als Hauptwasserleitungssystem des antiken Hispalis. Die Anlage versorgte die Bevölkerung, religiöse Institutionen, öffentliche Brunnen und aristokratische Haushalte mit Wasser aus den umliegenden Quellen.
Drei erhaltene Abschnitte sind noch heute zu sehen, darunter eine doppelte Arkade in der Calle Luis Montoto und Segmente in der Calle Cigüeña. Diese Überreste zeigen, wie die Römer ihre Baukunst in die Stadt integrierten.
Die erhaltenen Abschnitte befinden sich in verschiedenen Bereichen der Stadt und können zu Fuß erkundet werden, besonders der doppelte Arkadenbau in der Calle Luis Montoto. Es ist ratsam, die Strukturen tagsüber zu besuchen, wenn die Details der Architektur und der umgebenden Orte besser sichtbar sind.
Eine religiöse Nische mit einer Marienstatue war in die Struktur integriert, bis sie während des Spanischen Bürgerkriegs zerstört wurde. Diese kleine Kapelle war ein Zeichen des Vertrauens, das die Menschen in den alten Bau setzten, selbst nach Jahrhunderten seit seiner Errichtung.
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