Dolmen de Santa Cruz, Neolithisches Ganggrab in Cangues d'Onís, Spanien.
Das Dolmen de Santa Cruz ist ein prähistorisches Grabmal aus großen Steinplatten, das an der Stelle errichtet wurde, wo die Flüsse Güeña und Sella zusammenfließen. Die rechteckige Kammer besteht aus fünf großen Steinen und zwei kleineren Platten, die das Innere bilden.
Das Grabmal entstand um das Jahr 4000 vor Christus als Bestattungsstätte für die Verstorbenen. Viele Jahrhunderte später, im Jahr 737, ließ König Favila eine Kapelle über den Steinen errichten, um ein heiliges Holzkreuz von dort zu bewahren.
Die inneren Wände zeigen rote Farbspuren mit Linienmustern, die zeigen, wie Menschen in der Vorgeschichte dieser Region ihre Umgebung gestalteten. Diese Markierungen geben einen Einblick in künstlerische Praktiken von vor Tausenden von Jahren.
Besucher sollten vorab bei der Touristeninformation von Cangues d'Onís einen Termin vereinbaren, da die Stätte nicht jederzeit zugänglich ist. Es ist hilfreich zu wissen, dass der Ort Montags und Dienstags das ganze Jahr über geschlossen bleibt.
Im Gegensatz zu vielen anderen prähistorischen Gräbern können Besucher hier aufrecht im Innern der Kammer stehen und direkt einen Raum erkunden, der vor Jahrtausenden als Bestattungsstätte genutzt wurde. Das Besondere ist, dass dieses antike Monument unter einer noch immer genutzten Kapelle liegt, wo das Leben von Gläubigen und Archäologie auf unmittelbare Weise zusammentreffen.
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