Postigo del Aceite, Mittelalterliches Stadttor im Puerto de Indias Viertel, Sevilla, Spanien
Das Postigo del Aceite ist ein mittelalterliches Stadttor in Sevilla, das die Uferpromenade mit dem historischen Stadtkern verbindet. Das Tor besteht aus einem steinernen Bogen, dessen Fassade mit religiösen Figuren verziert ist, und gehört zu den wenigen erhaltenen Zugängen der alten Stadtmauer.
Das Tor wurde im Mittelalter errichtet und war Teil der Befestigungsanlage, die Sevilla vom Guadalquivir-Ufer abgrenzte. Im 16. Jahrhundert wurde es grundlegend umgestaltet, wobei die heutige Dekoration und Form entstanden.
Das Postigo del Aceite verdankt seinen Namen dem Olivenöl, das früher durch dieses Tor in die Stadt transportiert wurde, da es direkt zum Flussufer und zu den Handelsdocks führte. Heute passieren religiöse Prozessionen das Tor, besonders in der Karwoche, wenn es Teil der traditionellen Routen durch die Altstadt ist.
Das Tor liegt im alten Stadtzentrum von Sevilla, in der Nähe des Flussufers, und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Der Durchgang ist schmal und für Rollstühle nicht zugänglich, aber die Fassade lässt sich gut von der Straße aus betrachten.
Das Tor verfügt über Metallschienen an seiner Basis, die verhindern sollten, dass Hochwasser des Guadalquivir durch den Durchgang in die Stadt eindrang. Diese Vorrichtung ist noch heute sichtbar und zeigt, wie präsent das Thema Überschwemmungen im Alltag der mittelalterlichen Stadt war.
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