Chança dam, reservoir in Portugal
Die Chança-Talsperre ist eine Gravitationsstaumauer aus Beton auf dem Chanza-Fluss, die sich an der Grenze zwischen Spanien und Portugal erstreckt. Sie steigt etwa 85 Meter in die Höhe, misst etwa 338 Meter in der Länge und staut ein Wasservolumen von rund 340 Millionen Kubikmeter.
Die Talsperre wurde zwischen Ende der 1970er und Mitte der 1980er Jahre errichtet, um die Versalzung von Ackerland durch eindringendes Meerwasser zu verhindern. Ihre Fertigstellung im Jahr 1989 markierte einen Wendepunkt in der grenzüberschreitenden Wasserbewirtschaftung zwischen Spanien und Portugal.
Der Name Chança stammt vom gleichnamigen Fluss, auf dem die Talsperre errichtet wurde. Die Anlage prägt heute das Landschaftsbild und dient der lokalen Bevölkerung als alltäglicher Bezugspunkt für Wasser- und Energieversorgung.
Der beste Zugang zur Talsperre ist von El Granado in Spanien oder Pomarão in Portugal aus möglich, wobei eine Brücke seit 2008 beide Länder verbindet. Besucher sollten beachten, dass Wasserstände je nach Jahreszeit stark schwanken und ufernahe Bereiche unterschiedlich zugänglich sein können.
Der Ort ist Zeugnis von Wasserkonflikten zwischen den Ländern: Während Trockenperioden wird der Wasserspiegel zum Zentrum politischer Diskussionen und zeigt die Auswirkungen des Klimawandels auf grenzüberschreitende Ressourcen. Die Landschaft offenbart bei sinkenden Pegeln normalerweise verborgene Flussbetten und Felsen.
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