Museo Diocesano de Barcelona, Diözesanmuseum im Gotischen Viertel, Barcelona, Spanien
Das Museo Diocesano de Barcelona befindet sich im Gotischen Viertel und zeigt religiöse Kunstwerke aus Malerei, Skulptur, Textilien und liturgischen Objekten vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die Sammlung umfasst hunderte Stücke, die aus der ganzen Region zusammengetragen wurden.
Das Diözesanmuseum wurde am 22. Oktober 1916 im Erdgeschoss des Conciliar-Seminars in der Carrer de la Diputació eröffnet, mit Manuel Trens als erstem Direktor. Am 22. Juli 1936 wurde es im Bürgerkrieg geplündert und niedergebrannt und am 30. Mai 1960 im selben Gebäude wiedereröffnet. 1988 ordnete der Erzbischof den Umzug in die Casa de la Pia Almoina an; die Arbeiten begannen 1989, und am 23. September 1991 öffnete das Museum dort.
Die Türen des Museums, geschaffen von Josep Plandiura mit Enric Pla Montferrer, sind ein abstraktes Werk aus Cortenstahl von 3,5 m Höhe und 2,6 m Breite, dessen organische, labyrinthartige Form mit der gotischen Architektur der Kathedrale kontrastiert. Zur Sammlung gehören das Prozessionskreuz aus dem 12. Jahrhundert aus Sant Miquel del Fai, eine fast einen Meter hohe Majestat aus dem Rosselló und die Wandmalereien von 1122 aus Sant Salvador de Polinyà.
Das Museum nutzt die Casa de la Pia Almoina direkt an der Plaça de la Catedral; der Eingang ist an Josep Plandiuras 3,5 m hohen und 2,6 m breiten Türen aus Cortenstahl zu erkennen. Im Gebäude sind Reste der römischen Stadtmauer von Bàrcino erhalten, an denen ein Teil des Rundgangs vorbeiführt. Die Sanierung durch Josep Maria Botey lief in Etappen bis 2003, die Ausstellungsräume verteilen sich auf mehrere Ebenen.
Die Sammlung entstand schnell aus einem Aufruf an Pfarreien, innerhalb weniger Jahre hunderte von Werken beizusteuern, was zeigt, wie viel religiöse Kunst in der Region vorhanden war. Diese Sammelkampagne offenbart, wie eng die Kirche damals mit lokalen Gemeinden verbunden war.
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