Tirantes Bridge, Schrägseilbrücke in Pontevedra, Spanien
Die Tirantes-Brücke ist eine asymmetrische Schrägseilbrücke über den Lérez in Pontevedra mit 125 Metern Spannweite zwischen den Pfeilern und ohne Zwischenstützen. Ein einzelner 63 Meter hoher, geneigter Betonpylon steht an einem Ende, nicht in der Mitte; von ihm gehen 17 Paare Stahlseile aus: die vorderen tragen den 20 Meter breiten Hohlkastenträger aus Beton, die hinteren sind in zwei Betonfundamenten als Gegengewicht verankert.
Die Brücke wurde Anfang der 1990er Jahre von der Xunta de Galicia geplant, um den Nordosten Pontevedras auf trockengelegtem Marschland zu erschließen; entworfen von Leonardo Fernández Troyano und Francisco Javier Manterola Armisen, wurde der Wettbewerb am 15. Dezember 1991 entschieden. Der Bau begann im April 1993 unter Chefingenieur Arsenio González Losada und erfolgte wegen Gezeitenunterschieden von über 4 Metern im Freivorbau. Ein Belastungstest mit 16 Lastwagen am 13. Mai 1995 ging der Verkehrsfreigabe am 26. Mai 1995 voraus.
Der Name der Brücke stammt von ihren Stahlseilen, die sich im Lérez spiegeln und im Wind ein Geräusch erzeugen. Seit 2013 ist eine ihrer vier Fahrspuren ein Radweg, und die Überquerung verbindet den Bereich der Kongresshalle mit dem Nordufer des Flusses.
Der Übergang ist sowohl für Fahrzeuge als auch für Fußgänger und Radfahrer zugänglich, da ein separater Radweg vorhanden ist. Besucher sollten beachten, dass die Brücke bei Ebbe und Flut unterschiedliche Bedingungen aufweisen kann, da sie über einen Fluss mit Gezeiteneinfluss führt.
Der 63 Meter hohe Pylon ist geneigt und wird von 17 Paar Stahlseilen gehalten; die hinteren Seile sind an zwei Betonfundamenten am Boden verankert und wirken als Gegengewicht. Bei Wind schwingen die Seile und erzeugen ein charakteristisches Geräusch; ihre Spiegelung im Lérez wird oft fotografiert.
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