Harar, Historische ummauerte Stadt im östlichen Äthiopien
Harar ist eine ummauerte Siedlung auf einem Hochplateau in der Region Harari im Osten Äthiopiens. Das Innere der Stadt besteht aus engen Gassen, zweistöckigen Steinhäusern mit Holzbalkonen und Innenhöfen, die zwischen hohen Mauern verborgen sind.
Die Siedlung wurde im 13. Jahrhundert gegründet und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum an den Karawanenrouten zwischen dem afrikanischen Hochland und den Küstengebieten. Im 16. Jahrhundert errichtete ein Emir die Stadtmauer, um die Bevölkerung vor Angriffen zu schützen.
Die Stadt trägt den Beinamen "Stadt der Heiligen", weil Muslime aus aller Welt ihre Moscheen und Schreine besuchen. Viele Einheimische sprechen eine eigene Sprache namens Harari, die nur hier gesprochen wird und in den Cafés und auf den Straßen zu hören ist.
Die fünf Tore in der Stadtmauer öffnen sich zu verschiedenen Tageszeiten, wobei der Haupteingang im Westen am häufigsten genutzt wird. Wer durch die Gassen geht, sollte darauf achten, dass einige Innenhöfe privat sind und nur bestimmte Räume für Besucher zugänglich bleiben.
Jeden Abend füttern einige Familien wilde Hyänen direkt vor den Stadtmauern, eine Praxis, die seit Generationen weitergegeben wird. Die Tiere kommen pünktlich zum Sonnenuntergang und warten geduldig, bis sie Fleischstücke aus den Händen der Fütterer erhalten.
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