Schloss Chenonceau, Renaissanceschloss im Loire-Tal, Frankreich
Chenonceau ist ein Schloss aus der Renaissancezeit im Loiretal, bekannt für seine Galerie über dem Fluss Cher. Die dreistöckige Brückengalerie verbindet zwei formale Gärten an beiden Ufern, während der Grundriss symmetrische Räume mit Blick auf das Wasser zeigt.
Thomas Bohier erwarb das Grundstück im Jahr 1513 und ließ zwischen 1515 und 1521 den heutigen Wohnbau errichten, wobei er eine alte Mühle ersetzte und nur den mittelalterlichen Turm behielt. Später erweiterten verschiedene Besitzerinnen die Anlage um die Galerie über dem Fluss und die beiden Gärten.
Das Anwesen beherbergt eine Sammlung von Gemälden der Renaissance, darunter Arbeiten von Rubens und Primatice, die in Räumen mit historischen Wandteppichen zu sehen sind. Die Möbel und die Innenausstattung zeigen die verschiedenen Geschmäcker der Frauen, die hier lebten und das Gebäude prägten.
Das Anwesen öffnet täglich das ganze Jahr über, mit Führungen in mehreren Sprachen und abendlichen Beleuchtungen im Sommer. Am besten besucht man die Anlage früh am Morgen oder spät am Nachmittag, um den größten Andrang zu vermeiden.
Während des Zweiten Weltkriegs diente die Galerie als Fluchtroute zwischen dem von den Nazis besetzten Norden Frankreichs und der freien Zone im Süden. Die Grenze verlief genau in der Mitte der Galerie, was heimliche Überquerungen ermöglichte.
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