Rocamadour, Mittelalterliches Pilgerdorf in Lot, Frankreich
Rocamadour ist ein mittelalterlicher Wallfahrtsort im Département Lot in der Region Okzitanien, der sich an einer steilen Kalksteinwand über dem Tal der Alzou ausbreitet. Die Gebäude scheinen übereinander gestapelt zu sein, wobei Wohnhäuser, Kapellen und Türme direkt in den Felsen gebaut wurden.
Im 12. Jahrhundert entwickelte sich dieser Ort zu einem der wichtigsten Pilgerziele Europas, nachdem Berichte über wundersame Heilungen Gläubige aus ganz Christenheit anzogen. Könige, darunter Heinrich II. von England und Ludwig IX. von Frankreich, machten hier Station und trugen zum Ruhm der Wallfahrtsstätte bei.
Der Name Rocamadour stammt vermutlich von einem Einsiedler ab, dessen Leichnam hier im 12. Jahrhundert gefunden wurde. Besucher sehen heute in vielen Geschäften und Restaurants die Darstellungen der schwarzen Madonna, die das religiöse Zentrum des Ortes bildet.
Der Aufstieg zu den Heiligtümern erfolgt entweder zu Fuß über die große Treppe oder mit einem Aufzug, der für gehbehinderte Besucher zur Verfügung steht. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da die gepflasterten Wege und Stufen uneben sein können.
Das Schwert Durandal, das der Legende nach dem Ritter Roland gehörte, soll jahrhundertelang in der Felswand über dem Ort gesteckt haben. Eine Nachbildung hängt heute an derselben Stelle und erinnert an die mittelalterliche Erzählung.
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