Maison carrée, Römischer Tempel in Nîmes, Frankreich
Die Maison Carrée ist ein römischer Tempel in Nîmes mit sechs korinthischen Säulen an der Fassade und einer rechteckigen Grundfläche. Das Bauwerk steht auf einem erhöhten Podium und zeigt die typische römische Architektur mit Säulenreihen und einem ausgearbeiteten Giebel.
Das Bauwerk entstand um 2 n.Chr. als Weihegeschenk für die Enkel und designierten Erben von Kaiser Augustus. Es ist einer der am besten erhaltenen römischen Tempel und hat fast zwei Jahrtausende überlebt, fast ohne sein ursprüngliches Aussehen zu verlieren.
Der Tempel war Vorbild für zahlreiche neoklassizistische Gebäude in Europa vom 18. Jahrhundert an und prägte mehrere Generationen von Architekten. Seine harmonische Fassade zieht Besucher und Fachleute gleichermaßen an und wird vielfach fotografiert.
Das Innere ist täglich für Besucher zugänglich und zeigt Ausstellungen zur lokalen Vergangenheit sowie einen Film über die römische Geschichte der Stadt. Man sollte bequeme Schuhe tragen, da der Besuch Treppen und längere Wege in und um das Bauwerk erfordert.
Im Mittelalter wurde die ursprüngliche Widmungsinschrift entfernt oder beschädigt, aber ein lokaler Gelehrter namens Jean-François Séguier rekonstruierte den Text 1758 anhand von Fragmenten. Diese Wiederherstellung half Historikern, die genaue Bestimmung des Tempels zu verstehen.
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